Regenwassernutzung: Zisternen

Sparsam und nachhaltig: Regenwassermanagement
für Ihren Garten

Immer häufiger gibt es sowohl lange Trockenphasen als auch heftige Starkregenereignisse. Maßnahmen für ein durchdachtes Wassermanagement auch für den Privatgarten sind deshalb schon heute wichtig und in Zukunft unverzichtbar, wenn Pflanzen langfristig gesund und ein Garten dauerhaft attraktiv sein sollen. Außerdem sind Vorkehrungen für ein durchdachtes Regenwassermanagement eine sinnvolle Prävention, um lokale Überschwemmungen und das Volllaufen von Kellern nach Extremwetter zu verhindern.

Wer auf Regenwassermanagement setzt, tut außerdem etwas für die Nachhaltigkeit seines Gartens. Zu einem ganzheitlichen Regenwassermanagement gehören:

  • Das Sammeln von Regenwasser zur Nutzung im Garten und ggf. sogar im Haus
  • Die Rückhaltung (Retention) von Regenwasser
  • Die Schaffung von Versickerungsflächen für Regenwasser

Regenwasser zu sammeln, es für die Gartenbewässerung zu nutzen und überschüssiges Niederschlagswasser vor Ort versickern zu lassen statt es in die Kanalisation abzuleiten, ist gut für die zuverlässige Durchfeuchtung des Gartenbodens, unterstützt die Grundwasserbildung, spart aufwendig aufbereitetes Trinkwasser und auch die meisten Pflanzen entwickeln sich besonders gut, wenn sie vor allem mit Regenwasser versorgt werden.

Frische Gemüse wie Tomaten, Paprika und Basilikum, die in Wasser spritzen und eine dynamische Darstellung erzeugen.

Mit einer Zisterne Regenwasser speichern und nutzen

Auf Dachflächen und versiegelten Böden kann Niederschlagswasser nicht versickern. Deshalb wird es oft unmittelbar in die Kanalisation abgeleitet und steht der Natur nicht mehr zur Verfügung. Sinnvoller ist es, Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück zu halten – ob als Teil eines umfassenden Wassermanagement-Konzepts für den Garten oder einfach, um Gießwasser zu gewinnen. Wer Regenwasser nutzt, tut etwas für die Umwelt, weil er dadurch seinen Verbrauch von aufwendig in Kläranlagen aufbereitetem Wasser reduziert. Das entlastet natürlich auch den Geldbeutel. Außerdem gedeihen die meisten Pflanzen besser, wenn man sie mit weichem Regenwasser anstatt mit dem meist deutlich kalkhaltigeren Leitungswasser gießt.

Mit einer unterirdisch verbauten Zisterne, auch Hauswasserwerk genannt, haben Sie die Möglichkeit, große Mengen Niederschlagswasser zu sammeln und bei Bedarf auf Ihrem Grundstück zu nutzen.

Checkliste für den Einbau einer Zisterne

Hier haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte, die Sie zu Planung und Einbau einer Zisterne wissen sollten, zusammengestellt:

  • Dimensionierung passend zur Gartengröße und dem daraus entstehenden Bedarf an Gießwasser möglich
  • Vor Planung zu klären: Liefern die Dachflächen der zum Grundstück gehörenden Gebäude ausreichend Wasser?
  • Größere Zisternen können auch Brauchwasser für den Haushalt – etwa die Toilettenspülung – liefern und damit die Wasserrechnung senken helfen.
  • Für den Einbau größere Erdbewegungen nötig
  • Erforderliche Technik: Vorfilter und Pumpe
  • Regelmäßige Wartung notwendig

Ist der Einbau einer Zisterne
in Ihrem Garten sinnvoll?

Ob eine Zisterne für Ihr Grundstück interessant ist, hängt unter anderem von den Antworten auf folgende Fragen ab:

  • Wie groß ist Ihr Garten?
  • Wie viel Beet- und Rasenfläche gibt es?
  • Wie hoch ist der Wasserbedarf der Pflanzen?
  • Wie gut kann der Boden in Ihrem Garten Wasser speichern?
  • Wie viel Dachfläche gibt es?
  • Wollen Sie das Regenwasser auch als Brauchwasser nutzen?

Individuelle Konzepte für die Regenwassernutzung

Sie möchten wissen, ob sich eine Zisterne auch in Ihren bestehenden Garten integrieren lässt, ob sich der Bau einer Zisterne lohnt und welche baulichen Maßnahmen dafür erforderlich sind? Wir beraten Sie gerne, entwickeln für Ihren Garten ein maßgeschneidertes Konzept zur Regenwassernutzung und kümmern uns um Planung und Umsetzung.

Schon gewusst?

Durch die Auswahl der Pflanzen, Substrate und Mulchmaterialien können Sie den Wasserbedarf Ihres Gartens maßgeblich beeinflussen. Ist diese an die Gegebenheiten Grundstücks angepasst und setzen Sie vor allem auf solche Pflanzenarten und -sorten, die von Natur aus mit wenig Wasser gut gedeihen, reduziert das den Wasserbedarf Ihres Gartens deutlich. So sparen Sie bares Geld.

Extra-Tipp

Rasen ist das Gestaltungselement in einem Garten mit dem höchsten Wasserverbrauch. Mit einer Reduzierung der Rasenfläche zugunsten von Staudenbeeten können Sie den Wasserbedarf Ihres Gartens deutlich senken und tun gleichzeitig etwas für die Biodiversität.

Was soll sich in Ihrem Garten verändern?

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